Arbeitspakete

Aufbau eines Überblicks zur studentischen Partizipation an staatlichen Hochschulen in Deutschland

Ziel dieses Pakets ist es, einen umfassenden Überblick über studentische Beteiligungsmöglichkeiten an staatlichen Hochschulen in Deutschland zu erstellen.

Zuerst wird geprüft, welche Informationen es bereits gibt. Dazu zählen wissenschaftliche Veröffentlichungen, Webseiten, sowie rechtliche Vorgaben von Bund und Ländern, sowie die Grundordnungen der Hochschulen. Parallel dazu werden Studierende, Hochschulmitarbeitende und andere Beteiligte befragt. Eine Online-Plattform soll helfen, zusätzliche Projekte zu erfassen, bei denen sich Studierende einbringen.

Darüber hinaus werden Interviews mit Expertinnen und Experten geführt, um ein klares Bild zu bekommen. Dabei geht es sowohl um allgemeine Informationen als auch um offene Fragen aus den vorherigen Schritten. Alle gesammelten Daten werden in einer zentralen Datenbank zusammengeführt. Diese Datenbank wird während des Projekts ständig aktualisiert und steht nach Ende des Projekts für weitere Nutzende zur Verfügung.

Erarbeitung einer Typologie von verschiedenen Arten studentischer Partizipation

Aufbauend auf den in Arbeitspaket 1 gesammelten Daten wird herausgearbeitet, welche Formen studentischer Partizipation sich unterscheiden lassen. Berücksichtigt werden dabei etwa der Grad der Mitbestimmung, der Ort des Engagements, die zeitliche Dauer und wie aktiv sich Studierende einbringen. Aus diesen Merkmalen entsteht eine Typologie, die zeigt, wie Partizipation im studentischen Alltag verankert ist und wie die einzelnen Typen zusammenhängen.

Für die Auswertung werden statistische und interviewbasierte Methoden kombiniert, um zu einem möglichst genauen Bild studentischer Partizipationsformen zu gelangen. Die vorläufigen Ergebnisse werden anschließend mit Forschungsteilnehmenden sowie Personen aus der Hochschulpraxis besprochen und bei Bedarf angepasst.

Qualitativ-rekonstruktive Erforschung von Kompetenz(-entwicklung) und Relationierung zu Partizipationsformaten und existierenden Kompetenzkonzepten

Für dieses Arbeitspaket werden gezielt Studierende, Alumni und Lehrende einbezogen, die die verschiedenen Partizipationstypen aus Arbeitspaket 2 repräsentieren.

Zum Einsatz kommen zwei unterschiedliche Methoden. Bei Studierenden wird die Tagebuch-Interview-Methode angewendet, womit Studierende selbst ihre innerhalb eines vorgegebenen Zeitraums gemachten Partizipationserfahrungen in digitalen Tagebüchern festhalten. Anschließend werden diese Erfahrungen in einem tagebuchbasierten Nachfolgeinterview reflektiert und vertieft. Ergänzend dazu werden Interviews mit Alumni sowie mit Lehrenden und anderen institutionellen Verantwortlichen geführt, die in studentischer Partizipation eingebunden sind.

Im Anschluss wird herausgearbeitet, welche Kompetenzen sich aus den Daten ablesen lassen, wie sie mit den unterschiedlichen Partizipationsformaten zusammenhängen und in welchem Verhältnis sie zu bereits bestehenden Kompetenzkonzepten stehen. Die vorläufigen Erkenntnisse werden anschließend gemeinsam mit den Forschungsteilnehmenden sowie mit Fachleuten aus der Kompetenzforschung diskutiert und fließen in eine überarbeitete Fassung ein.

Analyse von Bedingungen für gelingende studentische Partizipation

Ziel dieses Arbeitspakets ist es, herauszufinden, welche Rahmenbedingungen studentische Partizipationsmöglichkeiten an Hochschulen fördern oder hemmen. Dazu werden Fokusgruppen mit Studierenden, Lehrenden und Studiengangverantwortlichen durchgeführt – bewusst auch mit Personen, die bisher wenig von Beteiligungsangeboten Gebrauch machen.

Die Gespräche werden ausgewertet, um zu verstehen, welche Faktoren besonders wichtig sind. Dabei wird auch analysiert, welche Faktoren bestimmte Formen der Partizipation erleichtern oder erschweren.

Gute Beispiele für studentische Partizipation

In diesem Arbeitspaket werden alle bisherigen Ergebnisse zusammengeführt und ausgewertet. Dabei werden erfolgreiche Beispiele gesammelt, die zeigen, wie studentische Partizipation bei der Entwicklung der identifizierten Kompetenzen aus Arbeitspaket 3 bereits besonders gut gelingt. Außerdem werden einfache und praxistaugliche Ideen entwickelt, wie diese Beteiligungsmöglichkeiten künftig noch besser unterstützt und ausgebaut werden können.

Erarbeitung eines Leitfadens zur curricularen Anerkennung von Kompetenzen und zur Wertschätzung von studentischer Partizipation in Hochschulstrukturen

Ziel dieses Arbeitspakets ist es, einen Leitfaden zu erarbeiten, der zeigt, wie Kompetenzen aus studentischer Partizipation curricular anerkannt und auf andere Weise wertgeschätzt werden können.

Dafür wird zunächst recherchiert, wie entsprechende Anerkennungsverfahren im Detail aussehen. Auch andere Formen der Wertschätzung, die nichts mit Credits zu tun haben, werden untersucht. Auf dieser Grundlage entsteht der Leitfaden, welcher in Workshops mit Studierenden, Lehrenden und weiteren Verantwortlichen aus den Hochschulen diskutiert wird.

Entwicklung und pilothafte Durchführung eines Workshop-Konzepts zur Dissemination zentraler Projekterkenntnisse und -materialien

Ein Workshop-Konzept soll dazu beitragen, dass die zentralen Erkenntnisse von PartiKomp an die bisher beteiligten Personen sowie an weitere Akteursgruppen wie Studiengangsverantwortliche oder QM-Leitungen weitergegeben werden. Dafür wird sowohl ein Online- als auch ein Präsenzformat entwickelt.

Neben dem Workshop Leitfaden werden zusätzliche Materialien wie Präsentationen, Checklisten und Tutorials erstellt, die in den Workshops genutzt und darüber hinaus in der eigenen Arbeitspraxis der Teilnehmenden eingesetzt werden können.

Die Workshops werden pilothaft durchgeführt und anschließend in Konzepten und Materialien überarbeitet, bevor sie der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden.

Projektmanagement, Netzwerkarbeit und Publikationen

Dieses Arbeitspaket läuft als Querschnittsaufgabe über die gesamte Projektlaufzeit. Das Team beteiligt sich aktiv an thematisch passenden Netzwerken und Tagungen, wo die Projektinhalte vorgestellt und mit Feedback von Fachkolleginnen und Fachkollegen weiterentwickelt werden. Zusätzlich werden Ergebnisse in Fachzeitschriften veröffentlicht und zentrale Erkenntnisse auf der Projektwebsite bereitgestellt.

Auch der Bau dieser Projektwebsite ist Teil von Arbeitspaket 8. Während der gesamten Projektlaufzeit werden Inhalte und Erkenntnisse dokumentiert, Ressourcen im Blick behalten und regelmäßige Teamtreffen abgehalten.

Gegen Ende der Projektlaufzeit werden alle Ergebnisse in einem Abschlussbericht zusammengefasst, der gesammelte Datenkorpus zur Partizipationslandschaft an deutschen Hochschulen geprüft und öffentlich in einem Repositorium bereitgestellt.